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17.09.2019, 11:37 Uhr
Peter Grab im Amt des Vorsitzenden bestätigt
Bezirksmitgliederversammlung der Senioren-Union Nordwürttemberg
„Seniorenpolitik der Zukunft“ hieß das Motto der Bezirksmitgliederversammlung der Senioren-Union Nordwürttemberg am 14. September 2019 in Backnang. Alle Redner betonten, dass die Altersgruppe 60+ der Politik wichtige Impulse geben kann und muss. Mitgliedernachwuchs ist dringend gewünscht, um die Interessen der älteren Generation nachdrücklich zu vertreten.

Auf der gut besuchten Tagung ging es einerseits um Neuwahlen des Bezirksvorstandes, andererseits um hochaktuelle Themen wie Verkehrs- und Wohnungsbaupolitik, den demographischen Wandel und die Digitalisierung sowie um Infrastrukturprobleme im ländlichen Raum. Peter Grab, der bisherige und in seinem Amt bestätigte Bezirksvorsitzende, konnte prominente Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen der Politik als Gastredner begrüßen.

Wilfried Klenk, Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg, stellte in seiner Ansprache heraus, dass die im Grundsatzprogramm der Senioren-Union niedergelegten Themen für Menschen aller Altersgruppen bedeutsam seien und er sich über jeden Impuls freue, der das Land voranbringe. Er schätze, dass die Senioren-Union stets das Ganze, die ganze CDU, die ganze Gesellschaft im Blick habe und er vertraue auf Unterstützung im nächsten Landtagswahlkampf.

Im Namen der Stadt Backnang hieß Dr. Ute Ulfert als Stellvertreterin des Oberbürgermeisters die Tagungsteilnehmer willkommen. Ihr Appell ans Auditorium: Nutzen Sie Ihre Lebensweisheit und Erfahrung für die Gestaltung einer bürgerfreundlichen Gesellschaft! Bewusst unterstrich sie das Motto der Senioren-Union: „Zukunft braucht auch Erfahrung“.

Rainer Wieland, Vizepräsident des Europäischen Parlaments und Landesvorsitzender der Senioren-Union Baden-Württemberg, sprach sich für ein selbstbewusstes Auftreten älterer Menschen aus. Inhaltlich, personell und organisatorisch werden überall in der Politik neue Impulse gebraucht. Deshalb sei es wichtig, Menschen für politische Arbeit zu interessieren und neue Formate zu entwickeln, die alle Bevölkerungsgruppen ansprechen. Wenn die Junge Union mit „party and politics“ Erfolg habe, könne „Kaffee und Kuchen“ durchaus ein Modell für Senioren sein.„Gehen Sie aktiv und selbstbewusst auf 60-Jährige zu“, empfahl Wieland im Hinblick auf neue Mitglieder für die Senioren-Union.

Rainer Wieland verlieh die Konrad-Adenauer-Medaille an Wolff-Eberhard von Hennigs (90), der über 20 Jahre lang im Landesvorstand auch als Vorsitzender, zusätzlich noch im Kreisvorstand und 6 Jahre lang im Bundesvorstand der Senioren Union aktiv war. Die Ehrung erhielt von Hennigs dafür, dass er ein „eindrucksvolles 60+ Lebenswerk hingelegt habe“, sagte Wieland.

Grußworte aus Brüssel überbrachte Frau Prof. Dr. An Hermans, die Präsidentin der Europäischen Senioren-Union. Europa sei, so Hermans, ein einzigartig lohnendes und sinnvolles Projekt. Gerade ältere Menschen sollten unbedingt ihre Erfahrung teilen, wie groß die Gefahr von politischer Unfreiheit und Unterdrückung sei. Aus ihrer Sicht seien gerade Senioren, speziell in Deutschland, außerordentlich proeuropäisch – und sie sollten diese Einstellung deutlich kundtun und Europa zum Teil ihrer täglichen Aktivitäten machen.

Aus Berlin angereist war Steffen Bilger, Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Ludwigsburg und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

„Es kommt einiges auf uns zu in Baden-Württemberg“, sagte Bilger. Er beobachte bei Winfried Kretschmann, der nun noch einmal zur Wahl antreten wolle, immer wieder eine mangelnde Durchsetzungskraft. Die von der CDU als Spitzenkandidatin für die nächste Landtagswahl aufgestellte Susanne Eisenmann, zurzeit Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, sei dagegen äußerst durchsetzungsstark und finde deutliche Worte. Bilger appellierte an die Senioren, sich für Eisenmann und die CDU einzusetzen. Grundsätzlich mahnte Bilger einen guten Zusammenhalt an: „Nutzen Sie Ihre Stärken.“   

Ein Impulsvortrag von Claus Burger, Mitglied des Landtags und Sprecher für Seniorenpolitik und Demographie der CDU-Landtagsfraktion, rundete am Nachmittag die Bezirksmitgliederversammlung ab. Nach Burgers Ansicht steckt in Seniorenpolitik „alles“, denn vieles, was Senioren nütze, nütze auch der gesamten Gesellschaft, vor allem den Familien. Beispiele seien Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und in Geschäften, der öffentliche Personennahverkehr, bezahlbarer Wohnraum, flächendeckende Angebote in der Gesundheitsversorgung und Pflege, auch Kurzzeitpflege. Die „größte Pflegeorganisation“ seien dabei die Menschen zu Hause, so Burger. Die innerhalb der Familie pflegenden Menschen bräuchten noch mehr Hilfe. Von verhaltenem Beifall begleitet war Burgers Vorschlag, ein soziales Pflichtjahr für junge Frauen und Männer einzuführen. „Aber Programme sind nicht alles, ebenso wie Geld nicht alles ist“, sagte Burger. Entscheidend sei das Miteinander der Generationen. Den Geist, der in der Familie wächst, könne man leider nicht verordnen.

Unter der Leitung von Claus Bernhold, stellvertretender Bundesvorsitzender und Pressesprecher der Senioren-Union sowie Vorsitzender des Kreisverbandes Hohenlohe, fanden die Neuwahlen zum Bezirksvorstand sowie die Diskussion und Abstimmung verschiedener Anträge statt, die zusätzlich noch von Karl Wißkirchen, Vorsitzender des Kreisverbandes Ludwigsburg, erläutert wurden. 

Und so setzt sich der neu gewählte (bzw. in seinem Amt bestätigte) Vorstand für den Bezirk Nord-Württemberg zusammen:

Erster Vorsitzender: Peter Grab
Stellvertretende Vorsitzende: Johann Hoffer, Andreas-Christian Strube

Schriftführer: Gerhard Winter
Schatzmeister: Anton Rothauszky
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit: Reinhild Berger
Internet-Referent: Claus Bernhold
Mitgliederbeauftragter: Rainer Hofmaier

Beisitzer/innen: Charlotte Bräuchle, Friedhelm Buckert, Ingrid Dettinger, Agnes Haas, Dr. Waldemar Haug, Jürgen Küchler, Hermann-Josef Müller, Maria-Elisabeth Petzl, Karin Schempf, Rosely Schweizer

Als Delegierte zum Landesdelegiertentag wurden gewählt: Norbert Alaze, Heidemarie Benz, Friedhelm Buckert, Hermann Freivogel, Hermann Müller, Hermine Roth, Anton Rothauszky